COVID-19 und #FOAMed

In der gegenwärtigen Krise zeigt sich sehr gut, wie wichtig eine dynamische Aufbereitung von Inhalten ist. Angefangen vom tollen COVID-19 Kapitel im Internet Book of Critical Care bei EMCrit, hat sich auch im deutschsprachigen Raum sehr schnell einiges in der #FOAMed Szene getan.

Als erstes möchten wir die ganz neue Seite M4MvsCOVID hervorheben, hier hat sich eine Vielzahl von Autoren aus unterschiedlichen Bereichen zusammengefunden, um ein zentrales aktuelles Nachschlagewerk zu erstellen.

Auch auf der bekannten Seite dasFOAM.org, dem „Mutterschiff“ der deutschsprachigen #FOAMed Bewegung finden sich viele Artikel zu COVID-19, einige davon mit direkter Beteiligung der YEMA:

Aber auch auf bei vielen anderen Quellen finden sich sehr interessante Artikel, etwa bei Nerdfallmedizin, den pin-up-docs oder den Rettungsaffen.

Auf Twitter hat sich der Hashtag #M4MvsCOVID für alle #FOAMed Inhalte zu COVID-19 etabliert.

Und YEMA-Events?

Nachdem derzeit noch nicht ganz klar ist, wann die Gastronomie wieder öffnet und ab wann Veranstaltungen wieder erlaubt sein werden, können wir Euch noch keine Infos geben, wann wir mit unserem Jahresprogramm Yema goes PUBlic starten werden. Alle Mitglieder erhalten über unseren Newsletter aktuelle Updates, für mehr Infos und laufende Hinweise auf empfehlenswerte #FOAMed Inhalte folgt uns auf Facebook oder Twitter!

Wenn ihr #FOAMed auf Deutsch unterstützen wollt, werdet doch einfach Mitglied bei YEMA!

1×1 der Akutdialyse bei akutem Nierenversagen

Das akute Nierenversagen (ANV/AKI) spielt in der Akut-, Notfall- und Intensivmedizin eine große Rolle. Etwa 57% aller Patienten auf der Intensivstation haben ein (begleitendes) ANV, wobei etwa 5-13% eine Nierenersatztherapie benötigen. Die Mortalität wird zwischen 20%-80% angegeben, wobei hier die Komorbiditäten und Genese des ANV für die hohe Schwankungsbreite maßgeblich sind.

Für den Akut- und Notfallmediziner ist es wichtig die absoluten Dialyseindikationen zu erkennen. Speziell die Hyperkaliämie mit und ohne EKG-Veränderungen ist häufig auf den Notaufnahmen zu finden, aber eben auch die Volumenüberlastung und urämische Symptomatik.

Kommt man in die Verlegenheit einen temporären Dialysekatheter legen zu müssen (egal wie er im Haus heißt, Quinton, Shaldon, HF-Katheter, etc..) ist einiges zu beachten. Neben der korrekten, möglichst sterilen, ultraschallgesteuerten Punktion ist auch die Wahl des Gefäßes und der Katheterlänge für die Kollegen, die Dialysieren von Bedeutung. Der vor allem Anästhesisten und Intensivmedizinern geliebte V. subclavia-Zugang ist für die CRRT, also kontinuierliche low-flow-Therapie (CVVHD, CiCa, etc.) zwar vollkommen ausreichend, aber hat für die intermittierende Dialyse (iHD) auf der Nephrologie (HF, HD, HDF) meist eine zu geringe Flussrate (low-flow CRRT – z.B. bei 80 kg Patienten – flow 25-100 ml/min; iHD-flow 150-350 ml/min). Außerdem haben diese Zugänge eine deutlich erhöhte Stenosierugsrate, was für die langfristige (Dialyse-)Versorgung des Patienten von Nachteil ist.

Natürlich ist die Wahl des Modus und der weiteren Versorgung nicht die Aufgabe des Akut- und Notfallmediziners, dennoch soll die Infographic eine kleine Übersicht über die Nierenersatztherapie beim akuten Nierenversagen bieten.

 

Viel Spaß! Und bei Fragen einfach melden!

 

Akutes Koronarsyndrom in der Notaufnahme – Rule in und Rule Out

20 Mio. Menschen werden in Notaufnahmen Europas und den USA jahrlich mit Verdacht auf Akutes Koronarsyndrom (ACS) untersucht. Welche Strategien zum sicheren Ausschluss werden in eurem Krankenhaus angewendet?

Judd Hollander hat in einem sensationellen Artikel 6 Biomarker-Strategien zusammengefasst, mit denen ein potentielles ACS bei der Majorität der Patienten ausgeschlossen werden kann.

Diese Strategien stellen Risiko-Stratifizierungen dar, die nur in Zusammenhang mit der klinischen Untersuchung, nach Ausschluss eines eindeutigen STEMIs und im Optimalfall an die lokalen Prozeduren angepasst werden sollten.

„…there are no false-positive troponin elevations.“ (1)

Zum Artikel: http://circ.ahajournals.org/content/134/7/547? download=true

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  1. Hollander JE. Managing troponin testing [printed online ahead of print June 25, 2016]. Ann Emerg Med. doi: 10.1016/j.annemergmed. 2016.05.023. http://www.annemergmed.com/article/S0196- 0644(16)30203-7/abstract. Accessed June 1, 2016.

 

Höhenmedizin

Kenntnisse über Höhenmedizin sind nicht nur für die Präklinik sondern auch für die Notaufnahme essentiell. Oft hilft ein rascher Abstieg, um die Symptome zu lindern bzw. das Verschlechtern von AMS (Acute Mountain Sickness), HAPE ((High Altitude Pulmonary Edema) und HACE (High Altitude Cerebral Edema)  zu verhindern. HAPE und HACE sind jedoch potentiell lebensbedrohlich und führen unbehandelt zum Tod, daher sollten Notfallmediziner den Pathomechanismus und die Therapie beherrschen.

Wir haben für euch einen Infograph über die wichtigsten Infos über Höhenmedizin erstellt.

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