COVID-19 und #FOAMed

In der gegenwärtigen Krise zeigt sich sehr gut, wie wichtig eine dynamische Aufbereitung von Inhalten ist. Angefangen vom tollen COVID-19 Kapitel im Internet Book of Critical Care bei EMCrit, hat sich auch im deutschsprachigen Raum sehr schnell einiges in der #FOAMed Szene getan.

Als erstes möchten wir die ganz neue Seite M4MvsCOVID hervorheben, hier hat sich eine Vielzahl von Autoren aus unterschiedlichen Bereichen zusammengefunden, um ein zentrales aktuelles Nachschlagewerk zu erstellen.

Auch auf der bekannten Seite dasFOAM.org, dem „Mutterschiff“ der deutschsprachigen #FOAMed Bewegung finden sich viele Artikel zu COVID-19, einige davon mit direkter Beteiligung der YEMA:

Aber auch auf bei vielen anderen Quellen finden sich sehr interessante Artikel, etwa bei Nerdfallmedizin, den pin-up-docs oder den Rettungsaffen.

Auf Twitter hat sich der Hashtag #M4MvsCOVID für alle #FOAMed Inhalte zu COVID-19 etabliert.

Und YEMA-Events?

Nachdem derzeit noch nicht ganz klar ist, wann die Gastronomie wieder öffnet und ab wann Veranstaltungen wieder erlaubt sein werden, können wir Euch noch keine Infos geben, wann wir mit unserem Jahresprogramm Yema goes PUBlic starten werden. Alle Mitglieder erhalten über unseren Newsletter aktuelle Updates, für mehr Infos und laufende Hinweise auf empfehlenswerte #FOAMed Inhalte folgt uns auf Facebook oder Twitter!

Wenn ihr #FOAMed auf Deutsch unterstützen wollt, werdet doch einfach Mitglied bei YEMA!

HOT HOT HOT! Die Paramedic2 Studie

Gestern ist die PARAMEDIC2 Studie im New England Journal of Medicine erschienen. In diesem großen RCT mit 8014  Patienten wurde im prähospitalen Setting die Anwendung von Adrenalin gegen Placebo bei erwachsenen Patienten mit Herz-Kreislauf-Stillstand untersucht.

Das primäre Endpunkt war das 30-Tage Überleben, der sekundäre Endpunkt eine gutes neurologisches Outcome nach 30 Tagen.

Hinsichtlich des primären Outcomes hatte die Adrenalin-Gruppe einen leicht signifikanten Vorteil (2.4% vs. 3.2%, P=0.02), es gab jedoch keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich des neurologischen Outcomes (2.2% vs. 1.9%), es zeigte sich sogar, dass in der Adrenalin Gruppe mehr Patienten mit einem sehr schlechten neurologischen Outcome entlassen wurden (31.0% vs. 17.8%).

In Kürze: Adrenalin erhöht das primäre Überleben, es gibt jedoch keine Vorteile beim neurologischen Outcome. 

Link zur Studie (NEJM – Open Access)


BACKGROUND

Concern about the use of epinephrine as a treatment for out-of-hospital cardiac arrest led the International Liaison Committee on Resuscitation to call for a placebo-controlled trial to determine whether the use of epinephrine is safe and effective in such patients.

METHODS

In a randomized, double-blind trial involving 8014 patients with out-of-hospital cardiac arrest in the United Kingdom, paramedics at five National Health Service ambulance services administered either parenteral epinephrine (4015 patients) or saline placebo (3999 patients), along with standard care. The primary outcome was the rate of survival at 30 days. Secondary outcomes included the rate of survival until hospital discharge with a favorable neurologic outcome, as indicated by a score of 3 or less on the modified Rankin scale (which ranges from 0 [no symptoms] to 6 [death]).

RESULTS

At 30 days, 130 patients (3.2%) in the epinephrine group and 94 (2.4%) in the placebo group were alive (unadjusted odds ratio for survival, 1.39; 95% confidence interval [CI], 1.06 to 1.82; P=0.02). There was no evidence of a significant difference in the proportion of patients who survived until hospital discharge with a favorable neurologic outcome (87 of 4007 patients [2.2%] vs. 74 of 3994 patients [1.9%]; unadjusted odds ratio, 1.18; 95% CI, 0.86 to 1.61). At the time of hospital discharge, severe neurologic impairment (a score of 4 or 5 on the modified Rankin scale) had occurred in more of the survivors in the epinephrine group than in the placebo group (39 of 126 patients [31.0%] vs. 16 of 90 patients [17.8%]).

CONCLUSIONS

In adults with out-of-hospital cardiac arrest, the use of epinephrine resulted in a significantly higher rate of 30-day survival than the use of placebo, but there was no significant between-group difference in the rate of a favorable neurologic outcome because more survivors had severe neurologic impairment in the epinephrine group.

[Journal Club] Die PROCAMINO Studie

In Europa mag man den Na-Kanal Blocker Procainamid nicht so wirklich: Medikament der Wahl bei der stabilen Breitkomplex-Tachykardie ist Amiodaron  (Sedacoron® – Bei der instabilen Tachykardie wäre es übrigens die elektrische Kardioversion).

Mit der PROCAMINO Studie gibts recht gute Evidenz gegen Amiodaron  und für das Procainamid, die Anwendung der beiden Medikamente ist auch sehr ähnlich (Kurzinfusion, keine Bolusgabe!).

Wer mehr zur Studie lesen will: The Bottom Line

Unsere Frage an Euch da draussen: Wer hättte Procainamid zur Verfügung? Und wer benutzt es?

Höhenmedizin

Kenntnisse über Höhenmedizin sind nicht nur für die Präklinik sondern auch für die Notaufnahme essentiell. Oft hilft ein rascher Abstieg, um die Symptome zu lindern bzw. das Verschlechtern von AMS (Acute Mountain Sickness), HAPE ((High Altitude Pulmonary Edema) und HACE (High Altitude Cerebral Edema)  zu verhindern. HAPE und HACE sind jedoch potentiell lebensbedrohlich und führen unbehandelt zum Tod, daher sollten Notfallmediziner den Pathomechanismus und die Therapie beherrschen.

Wir haben für euch einen Infograph über die wichtigsten Infos über Höhenmedizin erstellt.

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